To start-up or not? Unternehmensgründer diskutieren

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To start-up or not? Unternehmensgründer diskutieren

Letzte Woche Montag war ich zu Gast an der Uni Mainz: Der Career Service hatte mich zur Talkrunde zum Thema Unternehmensgründung und Start-ups eingeladen. Was muss man bei der Gründung beachten? Gibt es eine Gründerpersönlichkeit? Und was, wenn die Aufträge ausbleiben? Aus meiner Erfahrung mit Lilit, aber auch als Coach im Bereich Female Leadership und als Verhandlungstrainerin hatte ich einiges zum Thema Gründung zu sagen.

Im Atrium der Alten Mensa diskutierte ich mit Christian Mathey von firma.de, Igor Moos von Videoboost und Victor Anta Munoz vom Lokal Gutleut in Mainz. Moderiert wurde die Start-up-Runde von Dr. Frank Wittig vom SWR.

Mein Weg zum eigenen Unternehmen

Natürlich interessierte erst einmal, wie wir eigentlich zu unserem Start-up gekommen sind. Ich bin damals eher zufällig in die Selbständigkeit „reingeschlittert“: Während meines Studiums fragte mich meine Mitbewohnerin, ob ich nicht ein Rhetorik-Training von ihr übernehmen könnte. Erfahrungen hatte ich –  sogar bis zur Deutschen Meisterschaft – ja schon durch mein Engagement im Debattierclub der Uni gesammelt.

Warum also nicht? So kam ich zu meinem ersten Kunden. Der erste von vielen folgenden. Aber ja, so simpel legte ich vor neun Jahren meinen Grundstein für die Gründung von Lilit.

Dein Start-up und das große Geld

Was ist der Antrieb für den Sprung in die Selbständigkeit? Ein Zuschauer war ganz fixiert auf das Geld und irritierte uns mit seiner Frage: „Ab wann kommt das sechsstelliges Gehalt?“. Klar, die Selbständigkeit soll sich lohnen. Doch die anderen Redner und ich waren uns einig: Das große Geld sollte nicht der einzige Grund sein, ein Unternehmen aufzubauen. Viel wichtiger sind Gedanken wie: „Ich will etwas Neues schaffen!“, „Ich will meine Vision verwirklichen!“ und „ich will mein eigener Chef sein!“ – wem es nur ums schnelle Geld geht, wird scheitern.

Die Unternehmerpersönlichkeit

Was sollte ein Gründer mitbringen, um erfolgreich zu sein?

  • Leidenschaft, Überzeugung, Spaß an der Sache: Das ist notwendig, um harte Zeiten zu überstehen, ob ganz am Anfang oder im Sommerloch.
  • Mit Unsicherheiten umgehen können: Gerade zu Beginn eines Start-ups ist das Geschäft ein Auf- und Ab. Manchmal läuft es besser, manchmal schlechter. Damit muss man klar kommen ohne zu verzweifeln.
  • Kommunikative Fähigkeiten: Ein Unternehmer sollte gut kommunizieren können, um seine Anliegen sowohl gegenüber Kunden, als auch Mitarbeitern zu vertreten. Das Ziel: 360°-Respekt!
  • Ein guter Verkäufer sein: Als Gründer muss man die eigene Idee an den Mann und die Frau bringen – egal ob es darum geht, vor dem Investor den Businessplan zu verteidigen oder das Unternehmen auf einer Messe zu präsentieren.

Angst ist normal, aber es lohnt sich

Die Veranstaltung war für mich als Gründerin sehr spannend! Einige der Zuschauer machen sich nämlich gerade selbstständig oder hatten es vor und erzählten uns ihre Geschichten.

Natürlich hatten die anwesenden Studierenden und Absolventen auch Sorgen und Ängste – was, wenn es nicht klappt? Wenn einem plötzlich das Geld ausgeht?

Dass man Angst hat, ist ganz normal. Auf dem Weg in die Selbstständigkeit gibt es viele Schwierigkeiten, viele Hürden. Doch es lohnt sich! Man macht seine Leidenschaft zum Beruf und ist selbstbestimmt. Für mich gilt: Das eigene Unternehmen bedeutet für mich Freiheit – und die schätze ich besonders.

Übrigens: Du benötigst mit deinem Start-up Unterstützung? Zum Beispiel beim Thema Verhandeln und Verkaufen? Dann schau dir unsere Trainings-Angebote an oder schreib Lilit direkt eine Mail!

By |2017-08-11T12:29:43+00:00Juni 9th, 2017|Categories: Blog (Deutsch), Start-ups|0 Comments

About the Author:

Marietta Gädeke M.A. ist Expertin für Kommunikation und Training. Sie studierte Anglistik, Publizistik und BWL an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz & Dijon, Frankreich. 2003 fand sie zu ihrer Leidenschaft, dem Debattieren. Zu ihren Erfolgen gehören der Sieg bei den Deutschen Debattiermeisterschaften und der zweimalige Einzug ins Viertelfinale der Weltmeisterschaften. Sie ist seit 2008 selbständig und hat sich mit ihrem Unternehmen Lilit auf strategische Empathie spezialisiert. Im Jahr 2015/16 wurde sie vom Bundeswirtschaftsministerium als Vorbildunternehmerin ausgezeichnet.

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